Die Lebenden und die Toten von Nele Neuhaus

Hier ein Interview über das Buch mit Nele Neuhaus.

Pia Kirchhoff hat heimlich geheiratet und muss nur noch einige Kleinigkeiten in die Koffer für ihre Hochzeitsreise packen, als sie ein Anruf Ihres Chefs erreicht. Urlaubs- und Grippezeit, zu wenig Personal und es wäre sehr nett, wenn sie nur ganz kurz zum Fundort einer Leiche fahren und ihn dort vertreten könne. Pia springt ein. Am Tatort findet sie die Leiche einer Rentnerin, die von einem Scharfschützen aus einiger Entfernung erschossen wurde. Erstmal findet sich absolut kein Motiv für diesen Mord. Natürlich tritt Frau Kirchhoff ihre Hochzeitsreise nicht an, denn sie kann ihren Chef mit diesem neuen Fall nicht allein hängen lassen. Vor allem, nachdem eine weitere Frau durch ein Fenster ihrer Küche erschossen wird. Weiterlesen

Ein Mann namens Ove von Fredrik Backman

Hier startet der Trailer zum Buch

Ein Mann namens Ove geht jeden Morgen um 6 Uhr seine Runde durch die Siedlung. Er kontrolliert, ob alles in Ordnung ist, notiert sich die Kennzeichen der auf dem 24 Stunden-Parkplatz parkenden Autos und gleicht sie mit seinen Notizen von gestern ab. Was für ein unsympathischer Kauz, denkt man sich als Leser. Ove ist aber anders. Ove wurde im Alter von 59 Jahren gekündigt und Ove hat seine über alles geliebte Frau verloren. Es gibt nichts mehr, was ihn hält. Er hat sein Zeitungs-Abo und den Telfon-Anschluss gekündigt – es muss ja alles seine Ordnung haben. Doch jedes Mal, wenn er den letzten Schritt gehen möchte, taucht jemand bei ihm auf, der seine Hilfe braucht. Er könnte die Tür einfach wieder schließen, doch wenn er dann vor seiner Frau steht, wäre es das erste, was sie ihm vorhalten würde. Ove ist ein stiller Held. Nach außen ein unsympathischer, emotionsloser, eigenbrödlerischer Sonderling, aber eigentlich kann man ihn einfach nur lieb gewinnen, weil er ein so gutes Herz hat.
Rührend, amüsant und einnehmend.
Sophia Grevsmühl

 

Still – Chronik eines Mörders von Thomas Raab

Hier geht’s zum Videotrailer

an dieser Stelle öffnet sich die Leseprobe

und hier die XXL – Hörprobe.

Karl Heidemanns erster Schrei wurde sehnlichst von seinen Eltern erwartet. Dass dieser vorerst nur dann endete, wenn er erschöpft einschlief, legte einen Schatten über die Mutterfreuden. Als Karl sich immer wieder die Ohren blutig kratzte, begannen die Eltern langsam, sein Leiden  zu verstehen. Karl hat ein unfassbar sensibles Gehör, was für ihn mehr Fluch als Segen bedeutet. Für den Herangewachsenen ist die Stille des Todes die einzige Erlösung von der unendlichen Qual des Lärms dieser Welt.
Karl wird zum Mörder, um die Menschen, die er tötet endlich zu erlösen.
Dieses Buch ist eine literarische Komposition, das ein wenig an “Das Parfüm” erinnert.
Sophia Grevsmühl